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Der Weg zur eigenen Organisation

Gründen in Österreich

Von der Idee zur eigenen juristischen Person.

Die Gründung ist einfach und schnell — in zehn Minuten ist sie erledigt. Hier steht, was dafür nötig ist, was es kostet und wie lange es dauert. Und was danach kommt.

2 PersonenMehr braucht es nicht. Beide müssen älter als 14 Jahre sein.
ca. 14,30 €Bundesgebühr für die Errichtungsanzeige, dazu Beilagengebühren.
4 WochenPrüffrist der Behörde, eine Verlängerung um zwei Wochen ist möglich.

Schritt für Schritt

Der Ablauf

Der Weg hat fünf Stationen. Die meiste Arbeit steckt in der ersten.

  1. Statuten schreibenDie Satzung ist das Herzstück. Acht Punkte gehören verpflichtend hinein — siehe unten. Was nicht darin steht, darf die Organisation später nicht tun.
  2. GründungsversammlungDie Gründerinnen und Gründer beschließen die Statuten und wählen die Organe. Das Ergebnis wird protokolliert.
  3. ErrichtungsanzeigeDie Anzeige geht an die zuständige Behörde — in der Regel die Bezirkshauptmannschaft oder Landespolizeidirektion.
  4. PrüfungDie Behörde prüft die Rechtmäßigkeit innerhalb von vier Wochen. Eine Verlängerung um zwei Wochen ist möglich.
  5. EintragungDanach erfolgt die Eintragung ins Zentrale Vereinsregister (ZVR). Ab hier existiert die juristische Person.

Die Statuten

Acht Pflichtpunkte

Diese acht Punkte gehören in jede Satzung — verständlich erklärt.

  1. Der NameIn Deutsch und eindeutig. Der Name sollte die Bezeichnung enthalten, damit sofort klar ist, worum es geht — etwa „Name — Initiative für Kunst und Kultur".
  2. Der SitzImmer eine Gemeinde in Österreich. Die Postanschrift ist davon getrennt zu betrachten.
  3. WirkungsbereichWo wird gewirkt? Gemeint ist der geografische Bereich — national, ein Bundesland oder eine Region.
  4. Die MittelIdeelle und materielle Mittel. Sämtliche Mittel zur Erreichung des Zwecks müssen aufgezählt sein — was fehlt, gilt nicht als begünstigt.
  5. MitgliedschaftenWie Mitgliedschaft erworben und beendet wird: Eintritt, Austritt, Ausschluss und die Kategorien.
  6. Rechte und PflichtenWas die einzelnen Arten von Mitgliedern dürfen und was sie müssen — für jede Art definiert.
  7. Die OrganeMitgliederversammlung, Leitungsorgan, Rechnungsprüfer und Schiedsgericht, samt Aufgaben und Entscheidungswegen.
  8. AuflösungsbestimmungenWas geschieht, wenn es zu Ende geht — bei freiwilliger wie bei behördlicher Auflösung.

Allen offen

Vorlagen, mit denen
ihr sofort starten könnt

Wissen wird nur mehr, wenn wir es teilen. Diese Vorlagen stehen ohne Anmeldung und ohne Mitgliedschaft zum Herunterladen bereit. Den ausformulierten Satzungstext zu allen siebzehn Punkten erhalten unsere Fördermitglieder.

Statuten — Aufbau und Themen

Alle siebzehn Punkte, die in eine Satzung gehören, und was jeder von ihnen regelt. Den ausformulierten Wortlaut erhalten Fördermitglieder.

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Gründungsprotokoll

Das Protokoll der Gründungsversammlung — Ablauf, Beschlüsse, Unterschriften. Zum Ausfüllen.

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Checkliste Errichtungsanzeige

Was die Behörde braucht, in welcher Reihenfolge — damit nichts zurückkommt. Mit Ankreuzfeldern.

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Und danach?

Die eigentliche Arbeit
beginnt erst

Gegründet ist schnell. Aber was muss die Organisation, was darf sie, welche Möglichkeiten hat ein Vorstand? Genau dort setzen wir an.

Wir helfen ehrenamtlich beim Aufbau, bei den Organen, bei der Projektdokumentation und bei den täglichen Fragen — in Gesprächen, Workshops und Lehrgängen.

Alle Fragen zur Gründung

Zehn Minuten
bei der Behörde.
Der Rest ist eure Arbeit.

Die eigentliche Arbeit beginnt erst

Umschlag des Handbuchs „Leben in Freiheit und Selbstbestimmung“

Unser Handbuch

Leben in Freiheit
und Selbstbestimmung

Hundertsechzig Seiten über das, was nach der Gründung kommt: Statuten, Organe, Haftung, Datenschutz, Steuern, Förderungen, Mitgliedergewinnung. Aufgeschrieben aus der eigenen Praxis — was wir tun und wie wir es tun.

Die Leseprobe enthält das Vorwort, das vollständige Inhaltsverzeichnis und die beiden Kapitel zur Gründung und zu den Statuten. Zweiundzwanzig Seiten, ohne Anmeldung.

Wer das hier schreibt

Das Institut ANWA ist ein gemeinnütziges Bildungsinstitut zur Förderung der Volksbildung — auf europäischer Ebene und in der Region. Unser Fach ist die demokratische Selbstorganisation: Ein Zusammenschluss von Menschen ist die kleinste demokratische Einheit, die es gibt. Wer lernt, so etwas aufzubauen und zu führen, lernt Demokratie, indem er sie tut. Deshalb steht dieses Wissen allen offen: ehrenamtlich erarbeitet, ohne Anmeldung, ohne Gegenleistung.

Unser Bildungsauftrag

Ehrenamtlich und unverbindlich

Reden wir
darüber

Wir arbeiten ehrenamtlich. Deshalb beginnt bei uns alles mit einem Gespräch: Wir hören zu, worum es bei euch geht, und geben weiter, was wir wissen.

Für euch entsteht daraus keinerlei Verpflichtung. Was wir weitergeben, steht allen offen — das ist der Zweck, für den es das Institut gibt.

Worüber wir sprechen

  • Einen eigenen Rechtsraum schaffen — mit einer juristischen Person
  • Eigenverantwortung leben und diese auch nutzen
  • Welche Möglichkeiten ein Vorstand tatsächlich hat
  • Was „gemeinnützig“ bedeutet — und was daraus folgt
  • Wie Projekte geplant, umgesetzt und dokumentiert werden
  • Wie man zu Fördermitteln kommt und was zu beachten ist