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Institut ANWA — Bildungsinstitut für Volksbildung, europäisch und regional

Demokratie lernt man, indem man sie tut

Gemeinsam stark: Wer sich mit anderen zusammenschließt, übt Demokratie im Kleinen.

Unser Auftrag

Volksbildung,
im Ehrenamt getragen

Das Institut ANWA ist ein gemeinnütziges Institut zur Förderung der Volksbildung — tätig auf europäischer Ebene und in der Region. Alles, was wir tun, ist Bildungsarbeit im Ehrenamt und kommt der Allgemeinheit zugute.

Ein Zusammenschluss von Menschen ist die kleinste demokratische Einheit, die es gibt. Seine Regeln sind eine Verfassung im Kleinen. Die Mitgliederversammlung ist sein Parlament. Die Rechnungsprüfung ist seine Kontrolle. Wer lernt, so etwas aufzubauen und zu führen, lernt Demokratie — nicht als Theorie, sondern indem er sie tut.

Genau das ist unser Fach. Deshalb erklären wir auf diesen Seiten so ausführlich, wie man eine eigene Organisation gründet, Regeln schreibt, Organe wählt und Rechenschaft ablegt. Das ist keine Nebensache neben der Bildungsarbeit — das ist die Bildungsarbeit.

Unser Bildungsauftrag im Detail

  • Volksbildung. Wissen gehört allen. Was wir wissen, geben wir weiter — verständlich und ohne Vorbedingung.
  • Europäisch und regional. Demokratische Selbstorganisation ist eine europäische Frage. Wir arbeiten an ihr — und wir arbeiten dort, wo wir herkommen.
  • Ehrenamtlich. Alle, die hier unterrichten, tun das unentgeltlich. Diese Arbeit dient der Allgemeinheit, nicht einem Ertrag.

Warum das zählt

Demokratie steht
unter Druck

Europa ist mehr als ein geografischer Raum — es ist ein historisch einzigartiges demokratisches Projekt. Und es ist nicht selbstverständlich. Vier Befunde.

Ringdiagramm: 46 Prozent elektorale und 26 Prozent geschlossene Autokratien
72 %

der Weltbevölkerung lebten 2025 in Autokratien — 46 % in „elektoralen“, 26 % in geschlossenen.

Quelle: V-Dem Institute

Weltkarte
39 %

der Menschheit leben unter autoritärer Herrschaft.

Stand 2025

76 %

der jungen Menschen in der EU sind wöchentlich mit Desinformation konfrontiert.

EU-Jugend

19. Jahr

in Folge geht die Freiheit weltweit zurück — Jahr für Jahr seit 2006.

Quelle: Freedom House

Ringdiagramm: rund 86 Prozent halten die Demokratie für die beste Staatsform

Und trotzdem

86 %

halten die Demokratie für die beste Staatsform — ebenso viele wie in den Jahren zuvor. Die Haltung der Menschen ist stabil geblieben.

Das ist die eigentliche Nachricht: Der Wille ist da. Was fehlt, sind Strukturen, in denen Menschen ihn ausüben können. Denn Demokratie beginnt nicht oben — sie beginnt dort, wo sich Menschen zusammentun, sich Regeln geben und gemeinsam entscheiden.

Was möglich ist

Ein eigener Rechtsraum,
der sich selbst gehört

Keine externen Gesellschafter wie in einer Kapitalgesellschaft. Die Organisation gehört sich selbst, und ihre Leitung entscheidet, was dort stattfindet, wer beitritt und wer bleibt.

Gemeinsame Interessen Eine Plattform für Menschen mit ähnlichen Zielen — mit klaren Regeln, die ihr selbst festlegt.
Steuerliche Vorteile Bei richtiger Ausgestaltung bleibt mehr für die eigentliche Arbeit übrig. Was genau möglich ist, klären wir im Gespräch.
Förderungen Förderprogramme und Zuschüsse sind zweckgebunden zugänglich — ein Weg, der Einzelpersonen verschlossen bleibt.
Gemeinschaft & Engagement Das Gemeinschaftsgefühl stärken und sich aktiv einbringen — Ehrenamt mit Struktur statt guter Absicht allein.

Der Weg zur eigenen Organisation

Was in den Regeln
stehen muss

Die Statuten sind das Herzstück. Was nicht darin steht, darf die Organisation später nicht tun. Diese acht Punkte gehören in jede Satzung — verständlich erklärt.

  1. Der NameIn Deutsch und eindeutig. Der Name sollte die Bezeichnung enthalten, damit sofort klar ist, worum es geht — etwa „Name — Initiative für Kunst und Kultur“.
  2. SitzDer Sitz ist immer eine Gemeinde in Österreich. Die Postanschrift ist davon getrennt zu betrachten.
  3. WirkungsbereichWo wird gewirkt? Gemeint ist der geografische Bereich — national, ein Bundesland oder eine Region.
  4. Die MittelIdeelle und materielle Mittel. Sämtliche Mittel zur Erreichung des Zwecks müssen aufgezählt sein — was fehlt, gilt nicht als begünstigt.
  5. MitgliedschaftenWie Mitgliedschaft erworben und beendet wird: Eintritt, Austritt, Ausschluss und die Kategorien von Mitgliedern.
  6. Rechte und PflichtenWas die einzelnen Arten von Mitgliedern dürfen und was sie müssen — für jede Mitgliedsart definiert.
  7. Die OrganeMitgliederversammlung, Leitungsorgan, Rechnungsprüfer und Schiedsgericht, samt Aufgaben, Befugnissen und Entscheidungswegen.
  8. AuflösungsbestimmungenWas geschieht, wenn es zu Ende geht — sowohl bei freiwilliger als auch bei behördlicher Auflösung.

Und danach? Errichtungsanzeige bei der zuständigen Behörde, Prüfung auf Rechtmäßigkeit, Eintragung ins Zentrale Vereinsregister. Ab da beginnt die eigentliche Arbeit — und genau dort setzen wir an.

Alle Fragen zur Gründung

Allen offen

Vorlagen, mit denen
ihr sofort starten könnt

Wissen wird nur mehr, wenn wir es teilen. Diese Vorlagen stehen ohne Anmeldung und ohne Mitgliedschaft zum Herunterladen bereit. Den ausformulierten Satzungstext zu allen siebzehn Punkten erhalten unsere Fördermitglieder.

Statuten — Aufbau und Themen

Alle siebzehn Punkte, die in eine Satzung gehören, und was jeder von ihnen regelt. Den ausformulierten Wortlaut erhalten Fördermitglieder.

PDFWord

Gründungsprotokoll

Das Protokoll der Gründungsversammlung — Ablauf, Beschlüsse, Unterschriften. Zum Ausfüllen.

PDFWord

Checkliste Errichtungsanzeige

Was die Behörde braucht, in welcher Reihenfolge — damit nichts zurückkommt. Mit Ankreuzfeldern.

PDFWord

Ehrenamtlich und unverbindlich

Reden wir
darüber

Wir arbeiten ehrenamtlich. Deshalb beginnt bei uns alles mit einem Gespräch: Wir hören zu, worum es bei euch geht, und geben weiter, was wir wissen.

Für euch entsteht daraus keinerlei Verpflichtung. Was wir weitergeben, steht allen offen — das ist der Zweck, für den es das Institut gibt.

Worüber wir sprechen

  • Einen eigenen Rechtsraum schaffen — mit einer juristischen Person
  • Eigenverantwortung leben und diese auch nutzen
  • Welche Möglichkeiten ein Vorstand tatsächlich hat
  • Was „gemeinnützig“ bedeutet — und was daraus folgt
  • Wie Projekte geplant, umgesetzt und dokumentiert werden
  • Wie man zu Fördermitteln kommt und was zu beachten ist
Puzzleteile mit den Flaggen der Europäischen Union und Österreichs

Teil des Projekts

CivicRights Academy

Ein niederschwelliges, mehrsprachiges Bildungsangebot zu den Grundrechten. Menschen lernen ihre Rechte kennen (Artikel 11 bis 14 der EU-Grundrechtecharta), finden Wege ins Ehrenamt — und bekommen konkrete Anleitungen für den eigenen Zusammenschluss.

Demokratie verstehen, und sie dann auch anwenden können: Das ist derselbe Weg, nur einen Schritt früher begonnen.

Zur CivicRights Academy

Mitwirken

Unterstützer
willkommen

Fördern und unterstützen Sie die Umsetzung des ideellen Zwecks und die Projekte des Institut ANWA. Unsere Initiativen sind sinnstiftend und unabhängig. Wir sind an keine anderen Organisationen und an keine politischen Interessen gebunden.

Fördermitglied werden

150 Euro im Jahr

Fördermitglieder erhalten Zugang zu unseren Unterlagen und Einladungen zu den Online-News-Updates und Workshopformaten. Jede und jeder kann Fördermitglied werden — einfach das Formular ausfüllen und an uns zurücksenden.

Formular als PDFFormular als Word

Partner & Förderer

Unternehmen und Institutionen

Unternehmen, Institutionen, Organisationen und Menschen können fördern und unterstützen. Tätig in der Ausübung und dem Erhalt der Volksbildung — auf europäischer Ebene und regional.

Partner werden

Vereinsthemen im Posteingang

Tipps rund ums
Vereinsleben

Einfache Tipps und Empfehlungen rund ums Vereinsleben — zusammengetragen im Ehrenamt und offen für alle, die sie brauchen können.

Keine Verpflichtung, jederzeit abbestellbar.

„Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“
Nelson Mandela