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Unser Auftrag

Bildung ist der Auftrag

Volksbildung — auf europäischer Ebene und in der Region.

Das Institut ANWA ist ein gemeinnütziges Institut zur Förderung der Volksbildung. Das ist kein Beiwerk zu etwas anderem, sondern der Zweck, für den es das Institut gibt. Auf dieser Seite steht, was das konkret bedeutet.

Was Volksbildung heißt

Wissen gehört
allen

Volksbildung ist ein alter Begriff mit einer einfachen Idee: Wissen darf nicht davon abhängen, wer man ist, was man verdient oder welche Schule man besucht hat. Was jemand weiß, soll er weitergeben können — verständlich, ohne Vorbedingung, ohne Prüfung am Eingang.

Wir halten uns daran. Unsere Vorlagen stehen ohne Anmeldung zum Herunterladen bereit. Das erste Gespräch steht jedem offen. Alle, die hier unterrichten, tun das unentgeltlich — diese Arbeit dient der Allgemeinheit, nicht einem Ertrag.

Bildung, die man sich erst verdienen muss, ist keine Volksbildung.

Unser Fach

Demokratie lernt man,
indem man sie tut

Ein Zusammenschluss von Menschen ist die kleinste demokratische Einheit, die es gibt. Seine Regeln sind eine Verfassung im Kleinen. Die Mitgliederversammlung ist sein Parlament. Die Wahl der Organe ist eine Wahl. Die Rechnungsprüfung ist die Kontrolle der Macht durch jene, die sie nicht ausüben.

Wer lernt, so etwas aufzubauen und über Jahre zu führen, lernt Demokratie nicht aus einem Buch. Er übt sie — mit allem, was dazugehört: Mehrheiten organisieren, Minderheiten schützen, Protokoll führen, Rechenschaft ablegen, Streit aushalten.

Deshalb steht auf diesen Seiten so ausführlich, wie man eine Organisation gründet, Regeln schreibt, Organe wählt und abrechnet. Das ist keine Nebensache neben der Bildungsarbeit. Das ist die Bildungsarbeit.

Die europäische Ebene

Warum das eine
europäische Frage ist

Der Zweck des Instituts nennt die europäische Ebene ausdrücklich — neben der regionalen. Das hat einen Grund: Das Recht, sich mit anderen zusammenzuschließen, ist ein europäisches Grundrecht. Es steht in Artikel 12 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, neben der Meinungs-, der Versammlungs- und der Religionsfreiheit.

Wo dieses Recht eingeschränkt wird, verschwinden zuerst die unabhängigen Organisationen — und danach die Demokratie. Wo es genutzt wird, entsteht das Gegenteil: eine Gesellschaft, die sich selbst organisieren kann, ohne auf den Staat oder auf Geld zu warten.

In unserem Projekt CivicRights Academy arbeiten wir genau an diesen Artikeln — mehrsprachig, niederschwellig und allen offen, für alle, die hier leben. Im Projekt Demokratie und Organisation geht es um dieselbe Frage im Alltag.

Wir sind kein europäisches Institut mit Sitz in Brüssel. Wir sind ein Institut aus Niederösterreich, das an einer europäischen Frage arbeitet — dort, wo wir herkommen.

Für wen

Wer bei uns
richtig ist

  • Menschen, die etwas gründen wollen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen
  • Vorstände, die seit Jahren arbeiten und bei einer Frage nicht weiterkommen
  • Initiativen, die aus einer losen Gruppe eine tragfähige Struktur machen wollen
  • Menschen, die neu hier sind und verstehen wollen, wie Beteiligung in Europa funktioniert
  • Alle, die Unterlagen suchen, ohne dafür ein Formular ausfüllen zu müssen

Ehrenamtlich und unverbindlich

Reden wir
darüber

Wir arbeiten ehrenamtlich. Deshalb beginnt bei uns alles mit einem Gespräch: Wir hören zu, worum es bei euch geht, und geben weiter, was wir wissen.

Für euch entsteht daraus keinerlei Verpflichtung. Was wir weitergeben, steht allen offen — das ist der Zweck, für den es das Institut gibt.

Worüber wir sprechen

  • Einen eigenen Rechtsraum schaffen — mit einer juristischen Person
  • Eigenverantwortung leben und diese auch nutzen
  • Welche Möglichkeiten ein Vorstand tatsächlich hat
  • Was „gemeinnützig“ bedeutet — und was daraus folgt
  • Wie Projekte geplant, umgesetzt und dokumentiert werden
  • Wie man zu Fördermitteln kommt und was zu beachten ist