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Zukunft Gastronomie

Unsere Motivation

Warum machen wir das eigentlich?

Aktuell gibt es so viele offene Positionen im Tourismus wie noch nie. Es herrscht ein echter Mangel an Fachkräften. Gastronomen müssen schließen, weil sie keine Mitarbeitenden für die Küchen finden. Restaurants können nur teilweise öffnen.

Die Entwicklung

Dramatisch —
und mit Ansage

Unser Tourismus in Österreich ist stark gefährdet. Das Image der Gastronomie als Arbeitgeber ist im Allgemeinen sehr schlecht, auch weil die Branche sich weit unter Wert verkauft. Nur noch wenige finden den Weg in die Berufe.

Dramatisch ist die Entwicklung der Lehrlingszahlen. In der gesamten Gastronomie fiel sie von 4.939 im Jahr 2010 auf 2.395 Ende 2025 — eine Halbierung in fünfzehn Jahren, genau −51,5 %. Und der Rückgang geht weiter: allein im letzten Jahr 141 Lehrlinge weniger. Sollte nichts passieren, geht diese Zahl gegen null.

Es ist kein regionales Problem. Der Rückgang trifft jedes einzelne Bundesland — in der Steiermark am härtesten mit −66,0 %, in Vorarlberg am mildesten mit −34,9 %. Die Zahlen im Diagramm

Wer wird dann noch ein Lokal eröffnen oder weiterführen?

Gruppe junger Menschen in Gastronomieberufen mit ihrem Ausbildner

Die Befragung

Nur 15 Prozent
nannten den Lohn

Wir haben Jugendliche im Polytechnischen Lehrgang im Alter von 14 und 15 Jahren zur Berufswahl befragt. Nach der ersten Antwort haben wir jene, die keinen Tourismusweg einschlagen wollten, gefragt: Warum interessierst du dich nicht für die Gastronomie?

Knapp die Hälfte war gegen die Arbeitszeiten, die andere Mehrheit fand, die Ausbildungsbetriebe seien nicht gut. Nur 15 % hatten den Lohn genannt.

Bei den Berufen Polizist, Zugführer oder Pilot war die Arbeitszeit am Wochenende kein Thema. Hier gehörte es für die Jugendlichen einfach dazu.

Es herrscht altes und falsches Faktenwissen vor.

Was daraus folgt

Zeit für ein neues
Berufsimage

Es wird langsam Zeit für ein neues Berufsimage der Gastronomie. Eines, das junge Arbeitssuchende wieder ernst nehmen, und eines, das anzieht. Eines, das sich verpflichtet, die Stärken der Branche und die Chancen, die sie bietet, aufzuzeigen.

Man sollte lieber daran arbeiten, statt immer nur über Wochenendarbeit und Überstunden zu klagen. Es braucht auch Anhaltspunkte für die Betriebe selbst, um zu sehen, was gut funktioniert und was nicht.

Mittlerweile sollten alle erkannt haben, dass der Ruf der Branche problematisch ist. Wichtig ist, dass eine Imageveränderung von allen vorgelebt wird, damit das gute Image wieder zur Kultur wird. Es ist ein etwas längerer Weg, aber kein unmöglicher.

Es braucht laufende Imagekampagnen — sie sind ein äußerst wirkungsvolles Werkzeug, um das Gesamtimage der Branche zu verbessern und zu pflegen.

Ehrenamtlich und unverbindlich

Reden wir
darüber

Wir arbeiten ehrenamtlich. Deshalb beginnt bei uns alles mit einem Gespräch: Wir hören zu, worum es bei euch geht, und geben weiter, was wir wissen.

Für euch entsteht daraus keinerlei Verpflichtung. Was wir weitergeben, steht allen offen — das ist der Zweck, für den es das Institut gibt.

Worüber wir sprechen

  • Warum der Rückgang mit Ansage kam
  • Was die Befragung der Jugendlichen ergeben hat
  • Warum nur 15 Prozent den Lohn nannten
  • Was ein neues Berufsbild braucht
  • Wer dafür gebraucht wird